Indische Kleidung - Übersicht

Zur Orientierung, bieten wir hier einen Überblick über die gängigsten Arten der indischen Bekleidung.

Sari

Die Kunst ein ungenähtes langes Tuch als höchst elegentes Kleid zu tragen wurde in Indien perfektioniert. Was die Mode aus Indien betrifft, gehört der Sari zu den am meisten bekannten und erkannten Arten der Frauenbekeidung. Bei einer Stoffbreite von 110-120 cm (in einigen Regionen könnte es sogar nur noch 60 cm sein) beträgt die Stofflänge eines Saris im Schnitt 5-6 Meter, manchmal aber auch gute paar Meter mehr.

Wie wird der Saristoff so schön?

Einen Sari nur in einem Farbton, ohne jeglichen Muster sehen zu können ist mittlerweile eine seltene Angelegenheit.

"Pur" gewebte Saris mit Muster/Farbverlauf.

Vor der Industrierevolution wurden beim Handweben die Faden unterschiedlicher Farben, und eventuell sogar Golden- und Silberfaden, so eigesetzt, dass schon beim Weben sich schöne Muster manifestierten. Dies erhöhte erheblich den Aufwand der Stoffherstellung, und leider nicht jedes Muster ist mit diesem Verfahren physikalisch möglich.

Bestickte Saris

Die Sticktechnik ließ die Kreativität der Meister sich mehr entfalten. Auch hier, neben "nur" buntem Garn haben die Faden aus Gold und Silber ihr Einsatz gefunden. Auch spiegelnde Teile wurden und werden oft angenäht.

Gefärbt

Eifach zonal- oder in der Batiktechnik gefärbte Saris gehören, beim allen Scharm, nicht zu den am meisten produzierten Sorten.

"Eingewebte" in den Saristoff kleine Dekomuster.

Oft glänzende flache Faden werden in den Stoff "eingewebt". Von der Innenseite sieht es zwar etwas ungewöchlich aus, mit dem chönen Blick wird aber nur von der Aussenseite gerechnet.

Bedruckt

Die mit den Holzstempeln bedruckten Saris kennt man seit ewig und immer. Diese Technik wiederholende Muster auf den Stoff zu bringen ist dadurch erschwert, dass man jede Farbe auf den Stempel einzeln auftragen muss, und auf die preziese Positionierung der Abdrücke besonders achten muss.

Siebdruck....

Mit der Entwicklung der "Offset" Druckindustrie, ist das Ergebniss immer optisch eindrucksvoller geworden, und dazu noch mir geringerem Aufwand "pro Meter" erreichbar.

Moderne in Digitaldrucktechnick bedruckte Saristoffe lassen keine Begrenzungen mehr, was die Farbtreue, Motivgröße und Detailisierung betrifft.

"Anfang"? "Palluv"? Borte? Bluse?

Hat der Sari einen "Anfang"?

Das Ende des Saris, mit dem man mit dem Wickeln anfängt ist gewöhnlich unverziert.

Palluv

Das Ende des Saris, das man zum Schluss über den Schulter, oder über den Kopf hängt, nennt man Palluv. Dieser Teil ist oft noch schöner und farbiger als der Rest vom Sari verziert. In der Mitte gefalteter Sari. Palluv und der Anfang gekennzeichnet
Der Anfang des Saris und Palluv.

Die Borten

Der Stoffbahn entlang verlaufen zwei Sariborten, überwigend symetrisch gemustert. Bei den Saris, die viel getragen werden wird oft die untere Borte von der Innenseite mit einem Band verstärkt. Es ist relativ selten, dass man schon so gefestigte Saris vom Hersteller bekommt, kommt aber ab und zu vor. Sollte dies bei einem unserer Artikel der Fall sein, weisen wir darauf in der Artikelberschreibung ausdrücklich hin.

"With blouse"

Manchmal sieht man auf dem Sari so ein Etikett. Dies bedeutet lediglich, dass am Palluvende des Saris sich noch ca 1 Meter einen besonderen und farblich passenden Stoff befindet, aus dem man eine Bluse (Choli) nach persönlichem Maß nähen kann. Wenigstens sollte man diesen Teil abschneiden.

Choli

Blaue Choli aus Seide mit Blumenmuster
Choli, genäht aus dem dafür vorgesehenen Teil des Saris.

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